STADTFOTOGRAFIE FRANKFURT
Kleine Turmgeschichte - gestern und heute II
 

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Gegenwärtiger Zeitgeist orientiert sich eher an Wirtschaftswachstum und Fortschritt. Aber ebenso wie Kathedralen und Kirchtürme streben  Hochhäuser nach oben, dem Himmel zu. Sigmund Freud hat mit dem Begriff des „Phallischen Symbols“ Machtstreben, Potential und damit auch die Vertikale bezeichnet. Immer aber spiegelt Architektur auch Zeitgeist.
 

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Spiegeln –  im wahrsten Sinn des Wortes: geht oder fährt man durch die City Frankfurts, zeigen sich auf den glänzenden Fassaden sich ständig verändernde Bilder, je nach Wetterlage, Tages- und Jahreszeit ein immer unterschiedliches Spiel mit Licht und Farbe. Riesige Projektionsflächen für Sonne, Licht, Himmel, Wolken.
 

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Eitle Giganten aus poliertem, grau glänzendem Granit und Stahl und strahlend blauem Kristall. Immer aber Solitär, schimmern, strahlend, blendend, spiegelnd, verspiegelt, vorspiegelnd. Faszinierende Augenblicke, wenn man denn hinsieht. Da spiegelt sich Altes in moderner Architektur und umgekehrt.
 

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Türme beginnen zu tanzen, verzerren sich verfremdend und surrealistisch. Der Messeturm zeigt sich in den Fenstern des Bockenheimer Depots wie die Türme  einer Kathedrale.

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Die Dresdner Bank setzt sich in Szene in den Fenstern des Schauspiels, während die Alte Oper sich auf dem Fenster einer Commerzbankfiliale spiegelt, wo gleichzeitig das Commerzbank-Hochhaus sichtbar wird.