RAUMINSTALLATIONEN
Meine Rauminstallationen sollen Erlebnisräume sein, den Menschen mit einbeziehen, seine Sinne ansprechen, ihn selbst ein Teil des Kunstwerks werden lassen … Uterusraum 2004/2006 Frauengesundheitszentrum Frankfurt
 
 

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Im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungsreihe der AKTION MENSCH zum Thema Schwangerschaft entstand der „Uterusraum“. Welche Sinneseindrücke ein werdender Mensch bereits in den ersten Lebensmonaten hat, konnte auf einer künstlerischen Ebene nachempfunden werden:  Man legte sich in ein kokonartiges Gebilde, die Unterlage weich, samtig, anschmiegsam, den Körper tragend, leicht schaukelnd. Fast ganz dunkel um einen herum, nur an einigen Stellen  ein warm-orangerotes-sanftes Licht. Dann leise Geräusche: Herzschlagen, Wassergluckern, zarte Flötenmusik und ein leise geflüstertes Gedicht…
 
Kommentare aus dem Gästebuch:

„Liebe Mama, jetzt weiß ich, warum ich mich in Deinem Bauch so wohl gefühlt habe, leider musste ich nach neun Monaten raus. Alysha“ „Es ist sehr lange her, dass ich mich so fallen lassen konnte. Man fühlt sich unwahrscheinlich geborgen…Daniela“ „Nach Hause kommen, sich besinnen, den Ursprung finden, den Rhythmus hören, im Warmen sein. Eine Wohltat für die erwachsene Seele.Serena“ „Ein wunderschönes Erlebnis von Schutz, Wärme, Weichheit und doch das Gefühl von Weite und Eingebundensein in einen Lebensrhythmus…Barbara“ „Wenn ein so angespannter, nervöser Mensch wie ich mich so ruhig und geborgen fühlen kann, muss schon eine ganz besondere Stärke hinter diesem Raum stehen…Waltraut“ „Ein spontaner Weg zurück – und im Fühlen öffnet sich der Blick auf die Landschaften, die wir schon durchquert haben. Vielleicht gibt das Erleben neue Kraft! Paul“ „Völlig müde und ausgelaugt konnte ich in wenigen Minuten „im Uterus“ ruhig werden und entspannen. Fühlte mich wie in einer anderen Welt. Uschi“
 
Das Projekt wurde vom Kulturamt und vom Frauenreferat der Stadt Frankfurt gefördert und wurde wegen des großen Erfolgs insgesamt zwei Jahre ausgestellt. Eine Dokumentation darüber befindet sich in der Künstlerischen Sammlung des Hygienemuseums Dresden.